Der Fall Barschel
Affäre von einem Informanten “Robert Roloff” erhalten.
Es gibt tatsächlich Menschen die Serien wie “Akte-X” für absoluten Schwachsinn halten. Nun die Autoren eines solchen Unterhaltungsprogammes werden sicherlich ihrer Phantasie freien Lauf lassen, jedoch basieren viele Fälle auf wahren Begebenheiten.
Doch nicht nur in den USA passieren Dinge, die man nicht aufklären kann – oder soll – sondern auch direkt vor unserer eigenen Haustür.
Der Fall Barschel ist der Beweis dafür, das auch in der “Neuzeit” Verbrechen verschleiert werden können.
Am 11. Oktober 1987 gegen 12.30 Uhr entdeckten zwei Reporter den Ex-Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Uwe Barschel (43) tot in seiner Badewanne im Genfer Hotel “Beau-Rivage”.
4 Wochen zuvor wurde seine politische Karriere beendet, als “Der Spiegel” einen Skandal aufdeckte, an dem Barschel beteiligt war.
Reiner Pfeiffer, Barschels Medienreferent, hatte ausgesagt Barschel habe ihn veranlasst Björn Engholm durch eine anonyme Anzeige wegen Steuerhinterziehung in Verruf zu bringen, auch über sein Sexualleben sollte er Informationen einholen.
Barschel vermutete eine Verschwörung gegen sich und wollte Dokumente über die Affäre von einem Informanten “Robert Roloff” erhalten.
Am 12. Oktober wollte Uwe Barschel in Kiel vor dem Untersuchungsausschuss aussagen.
Am 11. Oktober war Barschel mit seinem Informanten verabredet. Niemand weiß was in dieser Nacht passierte. Fakt ist nur. Barschel wurde tot in seiner Badewanne aufgefunden, anscheinend trat der Tod durch eine Medikamentenvergiftung ein.
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Lest das Buch von Eduard Breimann: Das Projekt Hannibal • Der Fall Barschel und Ihr erfahrt alle Fakten zur Vorgeschicht und dem Mord an Uwe Barschel.
Ich habe dieses Buch gelesen. Es ist unsäglich schlecht! Der Autor bedient sich einer mehr als schlichten Sprache, häufig in seitenlangen Dialogen, die an Banalität nicht zu übertreffen sind. Zudem weidet sich Breimann an detailliert beschriebenen Gewaltszenen, das ist mehr als ekelhaft. Dagegen sind die nicht minder überflüssigen Sex-Beschreibungen schon fast wieder romantisch. Die Story selbst mag abenteuerlich sein, erhellend ist sie nicht. Und von den Fähigkeiten eines Thriller-Autors vom Schlage eines Michael Crichton ist der brave Herr Breimann Welten entfernt. Mein Bedauern gilt der Witwe Barschels, die sich nicht entblödet hat, für den Klappentext ihren Namen herzugeben.